mit Felice Meer und S_o_M übers Draußensein
Felice Meer und S_o_M sprechen über ihre Erfahrungen mit dem Draußensein.
Es geht ums Wandern und Sitzen. Und Erfahren und Spüren. Und Erzählen und Wachsen.
das Podcast zum Leben mit dissoziativer Identitätsstruktur
Felice Meer und S_o_M sprechen über ihre Erfahrungen mit dem Draußensein.
Es geht ums Wandern und Sitzen. Und Erfahren und Spüren. Und Erzählen und Wachsen.
Was ist Hilfe? Und was hilft, wenn gefühlt gar nichts hilft?
Im ersten Teil dieser Folge sprechen SoM und Ley darüber, was weitläufig als Hilfe verstanden wird. Sie sprechen über Selbsthilfe, kollektive Hilfe, professionelle Hilfe und globale Fürsorge. In der zweiten Hälfte tauschen sie sich darüber aus, wie Hilfe gerade in ihrem Leben relevant ist, und fragen: Was hilft in Zeiten, in denen Hilfe, innerlich oder äußerlich, schwer erreichbar ist?
Selbsthilfe kann vieles bedeuten: von Selbstermächtigung und aktivistisch organisierten Selbsthilfegruppen über Audre Lordes Definition von Selbstsorge als Selbsterhaltung und somit als Teil politischen Widerstandes hin zu self care als gesellschaftliche Aufforderung zur Selbstoptimierung. All das beeinflusst, wie wir selbst Selbsthilfe verstehen und leben. Mit Bezug auf Psychiatriebetroffenen-Bewegungen und einen Text von Jean Hille fragen SoM und Ley zusätzlich, ob Selbsthilfe überhaupt trennbar ist von kollektiver oder gegenseitiger Hilfe. Sie tauschen sich darüber aus, welche Vorbilder von kollektiver Hilfe sie kennen (von Frühstücksprogrammen bis zu Weglaufhäusern, Peer-Beratung und informellen Zusammenschlüssen) und wie sie kollektive Hilfe selber leben und lebten. Dabei wird deutlich, dass viele Formen der aktivistischen gemeinschaftlichen Unterstützung der beginnenden 2000er Jahre Teil geworden sind von professionalisierten Hilfenetzwerken. Da fragt sich auch, was die Vor- und Nachteile dieser Professionalisierungsprozesse sind: Was wird dadurch möglich und was unmöglich gemacht?
Etwas fehlt den beiden noch in dieser Besprechung von Hilfe zwischen Selbsthilfe, kollektiver und professioneller Hilfe, und zwar die gegenseitige Sorge und das miteinander Leben mit mehr als menschlicher Natur. Also suchen Ley und Som nach Verständnissen von Hilfe und Fürsorge, die über Menschen hinaus geht. Fündig werden sie unter anderem in Gavin van Horns Begriff der globalen Fürsorge und einem Zitat der indigenen Aktivistin und Juristin Sherri Mitchell, die davon erzählt, eine Gemeinschaft der menschlichen und mehr als menschlichen Verwandtschaften zu bilden, die es sich zur Aufgabe macht, einander zu helfen, sich zu helfen.
Nachdem diese vier Pfeiler der Hilfe gesetzt sind, besprechen SoM und Ley, wie gerade ihr Bezug zu Hilfe ist. Sie diskutieren, wann die professionelle Hilfe helfen kann, mehr Kraft zu haben, sich selbst zu helfen oder Teil menschlicher und mehr als menschlicher Gemeinschaften der kollektiven Unterstützung zu werden. Und wann der psychiatrische Blick auf sich selbst und das professionelle Unterstützungsnetz manchmal mehr ein Spinnennetz ist, das einschränkt und zurückhält. Und nicht nur ein Unterstützungsnetz, das auffängt und ermöglicht. Auch fragen sie, was hilft, wenn bewährte (Selbst-)Hilfe grad nicht mehr greift oder kein Zugang dazu da ist.
Felice und Hannah sprechen angeregt voneiner Hörer*innenfrage über das Thema „Alter und Vielesein“ (und welche Rolle ableistische Erwartungen an Funktionsfähig- und ‑fertigkeiten dabei spielen).
Diese Episode entstand Anfang 2026 und hat ein Mikrofon auf dem Gewissen.
RIP Mikro, danke für deine Dienste.
Wenn ihr über 50 oder unter 30 Jahre alt seid und Lust auf ein ergänzendes oder vertiefendes Gespräch zum Thema habt, meldet euch sehr gern über unsere Webseite vielesein.de oder per Mail an H.C.Rosenblatt ät online.de.
Ley und Hannah sprechen über ihre Zu- und Umgänge mit Inneren, die sich selbst, anderen Inneren und anderen Menschen im Außen schaden.
CN: Psychiatriegewalt, konkrete Beispiele für gewaltvolles Handeln werden genannt
Hannah spricht von unterwegs über das, was im Titel der Episode steht.
Eine Woche nach dem Fachtag in Bielefeld kam das Team zu einem Treffen bei Felice zusammen.
Wir haben spontan noch das Gespräch aufgenommen, das wir am zweiten Kongresstag aufgenommen hätten -wäre würde wenn ...
Achtung Baustelle!
S_o_M und Ley nehmen ihre erste gemeinsame Nullnummer auf und stellen sich vor.
Am 7. und 8. Mai 2026 fand der Fachtag von Wildwasser Bielefeld e. V. in Bielefeld statt.
Oberthema war „ErMUTigung“.
Felice und Hannah haben sich auf der Veranstaltung getroffen. Das Mikro war dabei.
Wie ist es für uns, unser Leben mit den anderen zu teilen? Diese klassische, doch vielschichtige Frage zum Thema Viele-Sein, haben Felice einmal aufgedröselt und mit Hannah besprochen. Es geht darum, was das Teilen unter Vielen eigentlich bedeutet, wie Mitbewohnbarkeit aussehen könnte und welche Rolle Vertrauen in all dem spielen kann.
Wir wünschen euch Inspiration und freuen uns über Feedback und neue Fragen oder Themenvorschläge.
Hannah ist am Krötenzaun und redet über Teilgabe und die Grenzen der Selbstregulation.